Brennessel

 - zurecht ein verhasstes „Unkraut“?

Zwar verursacht ihr Saft bei Berührung ein unangenehmes Brennen, aber ihre Inhaltsstoffe sind für Küche und Hausapotheke wertvoll: Sie enthält vor allem Eisen, aber auch Vitamin A, wichtige Enzyme sowie Spurenelemente. Sie wirkt blutbildend, harntreibend, abführend und ist gut bei Gicht, Rheuma sowie Leber- und Gallenleiden. Z.B. lassen sich „Brennesselspinat“ und Tee aus ihr zubereiten. - Wie bei Flachs oder Leinen können die Fasern der Stengel zu einem „Nessel“-Stoff verarbeitet oder ähnlich wie Glasfasern als Verbundstoff eingesetzt werden. Im Wendland wird die Brennessel großflächig angebaut und zu Designeranzügen verarbeitet. - Nicht zuletzt ist die Brennessel unverzichtbare Futterpflanze für viele, z.T. bedrohte Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge und Admiral. In einer ökologisch bewirtschafteten Grünanlage sollte sie darum ihren festen Platz finden.

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