Neue Objekte

 

Quasi-fraktale Struktur

Quasi-fraktale Strukturen zeigen mehr oder weniger perfekt die Eigenschaft der Selbstähnlichkeit. Sie entstehen durch wiederholte Anwendung eines Algorithmus bzw. Bildungsprinzips auf das bereits  Entstandene: Jede Blattrippe wird selber wieder ein kleineres Blatt, jedes Blatt ist Rippe in einem größeren.

Strukturen dieser Art gibt es häufig in Natur und Gesellschaft: Die Saturnringe sind eine räumliche, der Verlauf der Börsenkurse eine zeitliche quasi-fraktale Struktur. Unser Blutgefäßsystem mit Hauptschlagadern, Adern und Kapillaren  ist eine solche Struktur.

Auch die Arm-Reich-Verteilung in der Welt hat die Eigenschaft der Selbstähnlichkeit: Es gibt arme und reiche Länder, innerhalb jedes Landes wohlhabende und weniger wohlhabende Regionen mit Städten, in denen es Armen- und Reichenviertel gibt. Der zugrunde liegende Algorithmus ist hierbei das sog. “Matthäus-Prinzip”, das in vielen Formen, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig  verstärken, realisiert ist: Wer hat, dem wird gegeben.

 Edelstahl versilbert, Bronze patiniert, Höhe 24 cm

Schröder Galvanik, Berlin

Kunstgießerei Hann, Wegendorf

 

 

 

 

Konfrontation 

Egal ob zwischen Personen oder Machtblöcken – selbst feindliche Konfrontation ist immer auch eine Form gegenseitiger Anpassung. 

Tafelglas wasserstrahlgeschnitten, Edelstahl
Höhe 16 cm

Ausführung: Geyer Edelstahl, Berlin

 

 

 

Gott

Ebenbild und Fels

In der Bibel heißt es zwar: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde“ und er gelte ihm als „Fels“, auf den er baut. – Tatsächlich aber scheint es umgekehrt: Das Gottesbild hat der Mensch nach seinen Vorstellungen und Erfahrung von und mit sich selbst geschaffen und er versucht, sein Verhalten daran zu orientieren – letztlich also an sich selbst. Das ist eine weitgreifende Rückkopplungsbeziehung, in der die Wirkungen einer Ursache die Ursache bestärken oder schwächen können.

Montage aus Naturstein und Bronze patiniert – ausgeführt in Kunstgießerei Hann, Wegendorf

Höhe ca. 30 cm

 

 

 

 

 

 

Eierkampf

Eier sind das Mittel,
mit dem sich Gene
in die nächste Generation
hineinkämpfen lassen. 

Montage aus Eischale, Gips und Stein

 

 

Biologischer Ursprung
der Kunst

 In  Australien und Neuguinea lebende männliche Laubenvögel sind wahre „Architekten und Künstler“: Aus Zweigen bauen sie Lauben, in denen sie sich eine Bühne einrichten, deren Boden sauber fegen und alle Blätter abknipsen, die Schatten auf die Bühne werfen könnten. Sie dekorieren die Bühne mit komplementärfarbenen Blüten, die ständig durch frische ersetzt werden und beeindrucken die Weibchen mit Gesang und Tanz. Die einzige mit der ganzen „Kunst“ an sie gerichtete Botschaft lautet: „Ich bin genetisch fit – paare dich mit mir“. Ihre „Kunst“ ist ein nicht lügender Fitnessindikator: Nur wer diesen ganzen Aufwand stemmen kann, hat gute Gene.

Menschliche Kunst ist sehr viel mehr und kann andere Botschaften übertragen, muss es aber nicht. Auch unsere Kunst dürfte den gleichen biologischen Ursprung haben – dafür spricht die Beobachtung einer scheinbaren Inhaltslosigkeit mancher Kunstwerke, in denen kaum mehr zu erkennen ist als der Wunsch des Künstler, damit zu imponieren.

 

    Montage aus unbehandelten Natursteinen, Höhe 19 cm

 

 

 

 

 

 

 

Anlehnung

Natursteine, Höhe 12 cm

 

 

 

Kooperation

 

Tafelglas, Baustahl - wasserstrahlgeschnitten

Höhe 32 cm

Ausführung: Geyer Edelstahl, Berlin